Die Geschichte des herseler Wassersport-Vereins 1930 e.V.

Die Vereinsgründung
Am 8. Novembers 1930 in der Gaststätte Zillingen in Hersel fanden sich sieben junge Menschen zusammen, um am gleichen Abend den Herseler Wassersport-Verein zu gründen. Die Gründer des Vereins waren:

1. Bernhard Flucht
2. Josef Lülsdorf
3. Matthias Riffeler
4. Jakob Schmitz
5. Toni Schoeneck
6. Johann Steinborn
7. Fritz Steinfeld

Mit zum Teil selbstgebauten Booten, mit einfachen Zelten und einer Boxkamera ausgerüstet, wurde wasserwandernd die Schönheit der näheren Heimat auf Rhein, Sülz, Agger und Sieg erkundet. Es waren für viele Mitglieder unvergeßlich Tage, wenn am Wochenende zu einer Wanderfahrt aufgerufen wurde. So ist es nicht weiter verwunderlich, daß die Zahl der Mitglieder schnell wuchs.


Der Bau des Vereinshauses
Zunächst wurde der ganze Stolz - das Boot - meist an einer mehr oder weniger geeigneten Stelle im elterlichen Haus untergebracht. Damit war jedes Mal an den Ausfahrtstagen, der mühselige Transport zum Wasser verbunden. Auch die Notunterkunft des Vereins in einem Keller im Unterdorf nahe des Rheins, sollte nur eine Lösung von kurzer Dauer sein.
Da die Mitgliederzahlen stetig wuchsen, wurde bereits am 8. November 1931 der endgültige Beschluß zum Bau eines Bootshauses gefaßt. Viel Unterstützung erhielt der Verein vom damaligen Bürgermeister Mathle, der sich persönlich für den Bau des Bootshauses stark machte und viele Geldspenden aus der Industrie und der gewerblichen Wirtschaft vermittelte.
Am 6. August 1932 wurde das Bootshaus feierlich im Rahmen des 1. Wassersportfestes eingeweiht. Das neue Bootshaus gab dem dem Verein unerwartet starken Auftrieb. Die Zahl der aktiven und passiven Mitglieder stieg von Monat zu Monat. 1933 wurde eine Jugendabteilung gebildet, die ebenfalls starken Zulauf hatte.
Jetzt konnte sich der Kanu- und Faltbootsport erst richtig entfalten. Aus den anfänglichen kleinen Wanderfahrten wurden längere Fahrten und gemeinsame Ferienfahrten. Auf diese Art wurden im Laufe der Jahre tausende Kilometer auf Deutschlands Wasserstraßen, auf Flüssen, Seen, Talsperren, Kanälen und sogar auf ausländischen Gewässern zurückgelegt.
Dem Beispiel anderer Vereine folgend kam im Jahr 1935 zur Wandersportabteilung, die Rennsportabteilung hinzu. Damit kam der Leistungs- und Wettkampfsport auch zu seinem Recht. Es würde an dieser Stelle zu weit führen, alle errungenen Siege auf den unterschiedlichen Regattaplätzen aufzuführen; die bedeutendsten Rennfahrer dieser Zeit waren jedoch:

Peter Bongartz
Heinz Bovelet
Bernhard Flucht
Wienand Frank
Heinrich Gronewald
Jakob Hermanns
Elsa Jansen
Franz Knaus
Heinz Mindt
Johannes Pees
Johannes Schanzen
Walter Schanzen
Johannes Voosen
Josef Weber
Hans Weller
Peter Weller


Die Nachkriegsjahre
Der Zweite Weltkrieg, der im Jahr 1939 begann, setzte dem weiteren Aufbauwillen und den sportlichen Ambitionen ein vorerst jähes Ende. Die Kriegsjahre haben auch unserem Verein schmerzliche Verluste gebracht und in den Reihen der Mitglieder nie wieder zu schließende Lücken hinterlassen.
Das vor dem Bootshaus errichtete Ehrenmal soll uns die gefallenen Sportskameraden immer wieder in Erinnerung rufen.
So mußte der Verein nach dem Krieg den Aufbau praktisch von vorne beginnen. Der einzige Trost war, daß das Bootshaus erhalten geblieben war.
Infolge dieser Aufbauarbeiten blieben in den ersten Nachkriegsjahren sportliche Erfolge vorerst versagt.


25 jähriges Vereinsjubiläum
Die Werbewirkung des Jubelfestes zum 25 jährigen Bestehen des Vereins führte in den folgenden Jahren zu einem raschen Anstieg der Mitgliederzahl. 1957 zählte der Verein bereits wieder 70 Mitglieder. Durch diese an sich erfreuliche Entwicklung wurde der Platz im Bootshaus sowohl in der Bootslagerhalle als auch im Clubraum sehr knapp.


Ein neues Bootshaus
Nach langer Planung und der tätigen Hilfe aller Vereinsmitglieder konnte im August 1963 das neue Bootshaus eingeweiht werden. Das neue Haus wirkte sich nachhaltig positiv auf das Vereinsleben aus und so stieg die Zahl der Mitglieder auf 140 im Jahre 1965.
Viele Jugendliche fanden durch den HWV den Weg zum Kanusport und der Verein konnte mit seiner Rennmannschaft bald wieder an die Erfolge der Vorkriegszeit anknüpfen.
Auf vielen, zum Teil international besetzten Regatten in der gesamten BRD, wurden zahlreiche wertvolle Siege errungen. Mehr als 200 mal passierten in den letzten Jahren die Boote des HWV als erste die Ziellinie. Die herausragendsten Rennfahrer der Nachkriegszeit waren die Sportkameraden:

Wilfried Riffeler
Herbert Kurth
Willi Lülsdorf
Willi Witte
Gottfried Bauernfeind
Heinz Peter Kütter
Bernd Kurtenbach
Manfred Voosen
Horst Krüper
Jürgen Köhler
Peter Walter
Robert Kurtenbach
Karl-Heinz Fassbender

(der Rangfolge nach geordnet)


50 jähriges Vereinsjubiläum
1980 konnte der HWV zufrieden auf die vergangenen 50 Jahre und das Erreichte zurückblicken. An dieser Stelle wurde auch in aufrichtiger Dankbarkeit der Leistung aller Vorsitzenden und Vorstandsmitglieder gedacht, ohne die der Verein sich nicht so prächtig entwickelt hätte. Im Jahre 1982 wurde das Bootshaus nochmals großzügig renoviert. Ein barrierefreier Zugang erhöhte die Attraktivität der Clubräume.
1984 gelang es Robert Kurtenbach bei der Deutschen Meisterschaft in München den 7.Platz in der Schülerklasse zu erringen. Der Trainer in dieser Zeit war der Vereinskollege Wilfried Riffler. Er baute in den nächsten Jahren wieder eine neue Jugendmannschaft auf.
Wie auch andere Vereine, so litt auch unsere Rennmannschaft unter der Abwanderung von guten Fahrern durch Vereinswechsel. So waren auch Jahre dabei, wo nur eine kleine Gruppe den Rennsport aufrechterhielt.


Ein neuen Aufschwung im Kanu-Rennsport gab es zu Beginn der 90er Jahre, als Albert Stollenwerk das Training übernahm. Er führte die Schüler Mario Kurtenbach, Oliver Witte, Michael Kütter, A. Kläser zur „Westdeutchen Meisterschaft“ in Duisburg. Sie belegten im K IV Schüler KKajakrennen den 1.Platz über 2000 und 500m. Mario Kurtenbach und Oliver Witte siegten im K II Rennen über 500m. Das war schon ein toller Erfolg.
Bei der „Deutschen Meisterschaft“ in München im Jahre 1993 belegte das selbe Quartett den 6. Platz über 2000m und den 9.Platz über 500m.

Im Jahre 1998 übernahm Mario Kurtenbach das Training der Rennmannschaft. Weil ein Teil der Mannschaft den Rennsport aufgab, konzentrierte sich das Training auf eine Gruppe von 6-7 jungen Leuten. Sie besuchen ca. 10 Regatten im Jahr und fuhren schon viele gute Platzierungen heraus.
 

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